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Manfred Eckbauer, Video-Produktion

hier auf der Suche nach neuen Foto-Animations-Motiven

Fachhochschulabschluss (Dipl.-Ing. (FH) Werkstofftechnik)
Verbeamtet im Bayerischen Geologischen Landesamt (techn. Amtmann),

Schon im Alter von 6 Jahren bastelte und zeichnete ich ein Science-Fiction-Comic-Heft. Es blieb nicht das Einzige. Immer wieder entstanden kleine Comic-Heftchen mit phantastischen Geschichten (v.a. Superheldencomics). So mit 10 Jahren bekam ich von meinen Eltern einen Spirit-Umdrucker zu Weihnachten geschenkt, ein Vorläufer der Kopiergeräte, mit dem früher auch die Lehrer ihre Schulaufgaben vervielfältigten. Mit diesem Gerät realisierte ich meine erste Massenproduktion von Comics, die ich in der Schule verkaufte (damals bekam ich auch meinen ersten Leserbrief). In höheren Klassen - es gab dort schon eine Schülerzeitung - erfand ich einfach eine Klassenzeitschrift, die hauptsächlich aus kurzen, verrückten Comicstrips im Stil von MAD bestand und in mehreren Ausgaben exklusiv in meiner Klasse erschien. Damals drehte ich mit meiner Super 8 - Kamera auch eine Reihe Kurzfilme - durchgehend Kung-Fu-Filme mit mir selbst in der Hauptrolle, die ich mit großem Erfolg in der Schule und im Einrad-Verein (in dem ich damals war) vorführte. Später machte ich aus dem wilden Erstlingswerk ein kostenloses Foto-Comic, das man sich aus dem Internet „downloaden“ kann (in den anderen Kurzfilmen spielen zu viele, nicht mehr aufzufindende ehemalige Klassen- und Vereinskameraden mit, als daß ich diese einfach veröffentlichen dürfte). In dieser Zeit schrieb ich meinen dritten Roman: Cuhtah - Schreie in der Nacht.

Zusammen mit meinem Vater kaufte ich mir als Student einen Commodore Amiga 500. Auf diesem experimentierte ich enthusiastisch mit den Grafikfähigkeiten des Computers. Ich erstellte kurze Trickfilme und elektronische Musikstücke. Auch die ersten Versuche in Richtung computergenerierte Comics fanden da schon statt (etwa 1988). Ich stellte auch eine Freeware-Collektion mit Amigaspielen zusammen, schrieb eine ausführliche Anleitung für Computerneulinge dazu und versuchte dies über einen befreundeten Zeitungsverkäufer zu verkaufen.

Durch meine guten Computerkenntnisse fiel es mir im Beruf leicht, auch die (damals in Amiga-Kreisen verachteten) PCs zu bedienen - damals hatte kaum jemand eine Ahnung wie man mit einem Computer umgeht. So wurde ich neben meiner eigentlichen beruflichen Tätigkeit noch zusätzlich zum PC-Betreuer der Abteilung ernannt und bekam auch reichlich teuere Software (auch grafische!) zum Arbeiten - und ich war am Aufbau einer Bilddatenbank maßgeblich beteiligt. Als ich mit der Freeware Blender geologische Daten visualisierte, merkte man, dass in dieser Art Computergrafik viel Potential steckte. Daher ließ man mich für eine wichtige Präsentation eine aufwendige Computeranimation erstellen, für die ich mir ein teueres Profiprogramm anschaffen mußte.

Parallel zu meinen beruflichen Tätigkeiten arbeitete ich aber in der Freizeit an der Erforschung neuer Möglichkeiten grafischer Gestaltung. Meine Versuche, mit einem Amiga computergenerierte Comics zu erzeugen, waren extrem aufwendig. Aber plötzlich, mit neuen PCs und neuer Software, wurde es endlich machbar, in endlicher Zeit ansprechende Ergebnisse zu fabrizieren. 1996 kam von EHAPA (da erscheint auch die Mickey Mouse) ein Foto-Comic des computergenerierten Spielfilms Toy Story heraus.

Mein eigenes großes Problem bestand in der Erzeugung "menschlicher" Darsteller. Alle Versuche, im Computer glaubwürdige Menschenwesen zu modellieren, verliefen unbefriedigend. Erst als die Software Poser herauskam, war dieses Problem gelöst. Das erste Cyber-Comic, das ich dann (1999) machte, war Knochental, ein Fantasycomic, in dem die Geschichte von verdammten Skeletten beschrieben wird. Die Story war meinen (noch immer begrenzten) technischen Möglichkeiten angepaßt.

Danach explodierte die Entwicklung immer leistungsfähigerer Soft- und Hardware. Jahr für Jahr erschienen (v.a. in der Werbung und im Kino) immer mehr computergenerierte Effekte. Aber nicht in den Comics. Zwar produzierte man Comics nun am PC, colorierte am PC, doch die Bilder entstanden immer noch durch Zeichnen. Einige fortschrittliche Comickünstler verwendeten zwar auch mal gerenderte Bildteile (Götze, Beltran), doch komplett gerenderte Comics gabs noch immer nicht - jedenfalls gedruckt. Im Internet fand ich durchaus gut gemachte Cyber-Comics, die aber für einen Druck eine zu niedrige Pixelauflösung hatten. Daraufhin machte ich das technisch und zeitlich aufwendige Cyber-Comic Jasmins Kampf. Dieser Comic und ein kurzer Artikel, der den Entstehungsprozeß von Cyber-Comics anreißt, wurden im Mai 2002 in dem Buch Fantastic Cyber-Comics, Nr.1 veröffentlicht. Zwei Monate später erschien in den USA Spider-Man - Quality of Life, ebenfalls ein Cyber-Comic, das extra für ein Comic-Heft produziert wurde.

Die Buchreihe Fantastic Cyber-Comics wurde im nächsten Jahr fortgesetzt und enthielt im Band 2 neben einem neuen Comic von mir selbst auch computergenerierte Comics von anderen Computergrafikern. Da Cyber-Comics grafisch völlig anders aussehen als gezeichnete Comics, mehr dem Foto-Comic verwandt sind, bilden sie eine neue Comic-Sparte. Der Computergrafik-Look muß sich bei den Lesern erst noch durchsetzen. Eigentlich müßte man durch die vielen Computerspiele, die diese Art von Bilddarstellung nutzen, schon damit vertraut sein. Trotzdem – der Markt für Comics ganz allgemein schwächelt, und es ist noch keine Besserung in Sicht. Deshalb befasse ich mich gegenwärtig verstärkt mit der Computeranimation. Diese kann in Realfilme eingebettet oder pur als Trickfilm dargeboten werden.

Mein erstes größeres Projekt in dieser Richtung war der Musikvideo zu Klaus Wittelsbachs Love is just a word. Hierfür erstellte ich ein sympathisches Virtual Idol, der Gesang ist von einer Studio-Sängerin.

Meine primäre 3D-Software: Poser
andere 3D-Software: Cinema4D
Paint-Software: ZBrush
Compositing-Software: Combustion, Magix Video deluxe

Aus Spaß an Flugaufnahmen über fremde Planetenoberflächen machte ich danach noch den CGI-Trickfilm Searching, in dem der Raumfahrer Vagabund aus „Fantastic Cyber-Comics #2" der Pilot ist. Der Sound ist ebenso von mir.

Außerdem habe ich damit angefangen, mein Comic JASMINS KAMPF in einen Trickfilm umzusetzen. Leider ist mir zwischendurch die Geduld ausgegangen und deshalb existiert nur der Anfang (sorry!).

 

Manfred Eckbauer